SAP MDG: Stammdatendomäne, Freigabe und Verteilung
Versionsbezug: SAP: Produktedition und Betriebsstand prüfen · 2026-10-26
BDC ist eine Suite; Komponenten, Entitlements und tatsächliche Releases separat erfassen. BW bridge, BW-Modernisierung, SAC Live/Import und MDG-Editionen haben unterschiedliche Grenzen.
SAP Business Data Cloud components ↗ Working in SAP Datasphere Spaces ↗ Creating a Replication Flow ↗ Securing Data with Data Access Controls ↗ SAP Analytics Cloud: import and live models ↗ Introducing SAP Master Data Governance ↗ Modernizing SAP BW with SAP Business Data Cloud ↗ SAP Datasphere, SAP BW bridge: feature scope ↗ Referenz geprüft: 2026-10-26
Stammdatenänderungen vom Antrag bis zur Bestätigung im Zielsystem nachvollziehbar machen.
Quellenstand: 26.10.2026. Produktedition, installierten Release, Region und gebuchten Umfang vor Umsetzung prüfen. Übungen verwenden synthetische Daten; Ausführung und Freigabe erfolgen bewusst durch die zuständigen Rollen.
Der Fall
Ein Geschäftspartner wird zentral freigegeben. Im Einkaufssystem erscheint jedoch noch die alte Zahlungsbedingung. Das zentrale Workflow-Ende beweist nicht, dass jedes Ziel den freigegebenen Stand übernommen hat.
Edition und Mandat klären
MDG behandelt den Stammdatenlebenszyklus. Es ersetzt weder den allgemeinen Datenkatalog noch jede Zugriffsregel im Analysepfad. Prüfe Produktedition, Betriebsform und unterstützte Domäne. SAP MDG auf S/4HANA kann als Hub oder im Co-Deployment eingesetzt werden; daraus folgt kein identischer Funktionsumfang für jede Cloud-Edition. Halte Stammdaten-Owner, Datenpfleger, Genehmiger und Integrationsbetrieb getrennt fest.
Einen Änderungsfall durchspielen
- Wähle eine synthetische Geschäftspartner-ID und einen kleinen Attributsatz. Schreibe die führende Zuständigkeit pro Attribut sowie erlaubte lokale Ergänzungen auf.
- Lege Antrag, Validierungsregeln und Genehmigungskette fest. Eine Person darf nicht allein aufgrund technischer Administrationsrechte die fachliche Freigabe ersetzen.
- Prüfe Pflichtfeld, ungültigen Wert und möglichen Dublettenfall. Dokumentiere, was das System technisch prüft und was eine zuständige Person entscheiden muss.
- Verfolge Aktivierung und Verteilung bis in zwei Testziele. Simuliere ein nicht erreichbares Ziel; der Fall bleibt dort offen, auch wenn die zentrale Genehmigung abgeschlossen ist.
Prüffall und erwarteter Nachweis
Ändere für BP-DEMO-01 die Zahlungsbedingung von 30 auf 45 Tage. Ziel A übernimmt den Stand; Ziel B fällt aus. Der Nachweis zeigt dieselbe Änderungs-ID, den genehmigten Wert, A als bestätigt und B als offene Verteilung mit Owner und Wiederanlauf. Ein pauschales „grün“ wäre falsch.
Betrieb und Grenzen
MDG-SAP-01 enthält Domäne, Attributverantwortung, Regelversion, Antrag, Genehmigung, Aktivierung, Zielstatus und Eskalation. Prüfe einen abgewiesenen Antrag, einen Rollenentzug und die erneute Zustellung ohne unbeabsichtigte Dublette. Erst die vollständige Kette trägt die Aussage, dass der vereinbarte Stammdatenstand in den eingeschlossenen Zielen wirksam ist.
Arbeitsblatt und Anschlüsse
Quellen und Produktgrenzen
Abnahmecheck
MDG-SAP-01 mit Änderungs-ID und Bestätigung je Zielsystem.
Der Stammdaten-Owner entscheidet die fachlich gültige Änderung; das MDG-Verfahren trennt Erfassung, Prüfung und Freigabe nach dem tatsächlichen Modell. Zielsystemverantwortliche bestätigen die Übernahme. Bei abweichender Zahlungsbedingung bleibt deshalb ein Fall offen, auch wenn der zentrale Workflow beendet ist. Die Zuständigkeit reicht bis zur vereinbarten Zielwirkung; dadurch werden Folgekorrekturen und widersprüchliche Stammdatenstände sichtbar behandelbar.
SAP: from landscape to verified data product
Part 5 of 6
View series