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Data Custodian — typische Entscheidungen

Data Custodian — typische Entscheidungen

Data Custodian: typische Entscheidungen, Grenzen und Nachweise.

Category
Data Governance
Reading time
2 min
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Tags
role-governance custodian foundation
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Begriffe vor dem Lesen

  • Entscheidung — eine verbindliche Festlegung, die später nachvollziehbar sein muss.
  • Umfang — der abgegrenzte Bereich, für den die Rolle spricht.
  • Nachweis — Nachweis, warum und von wem eine Entscheidung getroffen wurde.

Ausgangslage

Data Custodian wird oft erst gerufen, wenn schon etwas schiefgelaufen ist: eine Definition driftet, ein Zugriff ist unklar, ein Dashboard wird anders gelesen oder ein Datenprodukt soll plötzlich mehr leisten als vereinbart.

Typische Entscheidungen

Der Schwerpunkt dieser Rolle liegt auf Betrieb, Zugriff, Laufzeit, Monitoring und technische Umsetzung. Gute Entscheidungen sind klein genug, um getroffen zu werden, und konkret genug, um später geprüft zu werden.

Typische Fragen:

  • Was ist in Umfang und was ausdrücklich nicht?
  • Welche Definition, Regel oder Nutzung wird verbindlich?
  • Wer muss beraten, bevor entschieden wird?
  • Welche Evidenz bleibt nach der Entscheidung erhalten?
  • Wann muss die Entscheidung überprüft oder geändert werden?

Was nicht in diese Rolle gehört

Die Rolle sollte nicht heimlich Entscheidungen anderer Rollen übernehmen. Governance wird stabiler, wenn jede Rolle ihren Teil sichtbar macht und offene Lücken als Lücken benannt werden.

Konkretes Beispiel

Eine Rolle wird erst verständlich, wenn sie an einer Entscheidung sichtbar wird. Ein Dashboard zeigt eine Zahl, ein Team zweifelt an der Definition, ein technisches Konto hat zu viele Rechte oder ein Datenprodukt soll für einen neuen Zweck genutzt werden. Dann reicht ein Rollenname nicht aus. Die Organisation muss wissen, wer entscheidet, wer berät, wer umsetzt und wer das Ergebnis nutzt.

Für Data Custodian — typische Entscheidungen heißt das: Die Rolle braucht einen klaren Scope. Sie darf nicht alles besitzen, aber sie darf auch nicht nur symbolisch genannt werden. Gute Governance macht sichtbar, an welcher Stelle diese Rolle verbindlich sprechen kann und wo andere Rollen übernehmen müssen.

Woran man die Rolle erkennt

  • Die Rolle kann eine konkrete Entscheidung benennen, nicht nur eine Zuständigkeit.
  • Die Grenze zu Owner, Steward, technischer Betreiber, Product Owner oder Nutzer ist erklärbar.
  • Beratende Expertinnen und Experten werden eingebunden, ohne fachliche Verantwortung zu verschieben.
  • Nach der Entscheidung bleibt ein Nachweis, der später auffindbar ist.

Mini-Check für die nächste Story

Welche Entscheidung trifft diese Rolle? Welche Entscheidung trifft sie ausdrücklich nicht? Wer muss vorher beraten? Wo bleibt der Nachweis?

Data Custodian Entry

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