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Autoritative Quelle nach Zweck

Autoritative Quelle nach Zweck

Warum dieselbe Entität mehrere gültige Quellen haben kann und Governance den Zweck der Entscheidung festlegen muss.

Category
Data Governance
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2 min
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metadata system-of-record data-governance
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Diese Story erklärt, warum “die eine Quelle der Wahrheit” oft zu grob ist.

Ausgangslage

Ein Kunde existiert im CRM, im ERP, im Support-System und im Data Warehouse. Sales sieht Pipeline, Finance sieht Rechnung und Umsatz, Support sieht Vertrag und Tickets. Alle Quellen können für ihren Zweck richtig sein. Falsch wird es, wenn ein Report nicht sagt, welche Quelle für welche Entscheidung gilt.

Begriffe vor dem Lesen

  • Autoritative Quelle — Quelle, die für einen bestimmten Zweck verbindlich ist.
  • CRM — Customer Relationship Management; System für Kundenbeziehungen, Pipeline und Vertrieb.
  • ERP — Enterprise Resource Planning; System für operative und kaufmännische Prozesse.
  • Purpose / Zweck — Entscheidung oder Nutzung, für die Daten gebraucht werden.
  • Conflict Rule — Regel, was passiert, wenn Quellen widersprechen.

Die Regel

Eine Quelle ist nicht allgemein autoritativ. Sie ist autoritativ für einen Zweck.

Für Pipeline kann das CRM führen. Für gebuchten Umsatz führt Finance oder ERP. Für Supportstatus führt das Ticketsystem. Governance muss diese Zwecke sichtbar machen und Konflikte regeln.

Für den Vertrieb

Diese Story ist stark für Gespräche über Kunden-360, Umsatz, Forecast und Stammdaten. Sie erklärt, warum ein Datenprojekt nicht nur “alles zusammenführen” darf, sondern zuerst Entscheidungszwecke klären muss.

Warum das wichtig ist

Autoritative Quelle nach Zweck darf kein abstrakter Governance-Satz bleiben innerhalb der Serie Metadata Foundations. Der Nutzen entsteht erst, wenn ein Team versteht, welche Entscheidung geschützt wird, wer fachlich zuständig ist, welche Daten oder Prozesse betroffen sind und woran man später erkennt, dass die Vereinbarung wirklich umgesetzt wurde.

Konkretes Beispiel

Ein Fachbereich bereitet einen Report, ein Datenprodukt, einen Workflow oder eine Übergabe an einen Kunden vor. Zuerst wirkt alles geklärt: Es gibt eine Quelle, eine Kennzahl, eine Regel oder einen bestehenden Prozess. Im Review zeigt sich aber, dass verschiedene Teams unterschiedliche Definitionen, Aktualisierungszyklen, Freigaben oder Nachweise meinen. Genau an dieser Stelle hilft Governance: Aus einer allgemeinen Diskussion wird eine konkrete Vereinbarung mit Zweck, Owner, Umsetzung und prüfbarer Evidence.

Mini-Check

  • Welche fachliche Entscheidung schützt diese Story?
  • Welche Rolle akzeptiert das Ergebnis aus fachlicher Sicht?
  • Welches System, welcher Datensatz, Report oder Prozess ist betroffen?
  • Welcher Nachweis zeigt, dass die Vereinbarung umgesetzt wurde?
  • Was passiert, wenn die Regel nicht eingehalten werden kann?

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